BANALES

 

Das Auge sucht meist nach dem Spektakulären, dem Offensichtlichen, dem Schönen im klassischen Sinne. Doch zwischen den großen Ereignissen und polierten Kulissen unseres Lebens existiert eine stille Welt, die wir meist nur flüchtig streifen, ohne sie wahrzunehmen.

Diese Serie ist eine Einladung innezuhalten und den Blick auf das Unscheinbare zu lenken. Es feiert den flüchtigen Schatten, der ein Muster an eine nackte Wand zeichnet, den einsamen Stuhl, der von vergangener Gesellschaft erzählt oder den Besen, der nach getaner Arbeit gegen die Wand gelehnt wurde.

Diese Motive sind „banal“ im reinsten Sinne des Wortes, alltäglich, gewöhnlich, fast bedeutungslos. Und doch liegt in ihrer Stille eine ganz eigene Poesie. In der Abwesenheit von Inszenierung offenbaren sie eine ehrliche Ästhetik der Form, des Lichts und der Vergänglichkeit.

Oft sind es gerade die unbeachteten Dinge, die am leisesten, aber eindringlichsten von unserer Existenz erzählen.